Hören

Wunderwerk Ohr
Geräusche, Stimmen und Töne versetzen die Luft in wellenförmige Schwingungen. Sofort sind die Ohren in der Lage, diese Schallwellen aus der Umwelt aufzunehmen, die Signale zu verarbeiten und weiter dem Gehirn zuzuleiten. Laute, leise, hohe, tiefe, angenehme und quälende, ferne sowie nahe Schalleindrücke. Das Gehör ist extrem sensibel und arbeitet sehr präzise. Es ortet aus dem winzigen Zeitunterschied, mit dem der Schall das rechte und das linke Ohr erreicht, genau, aus welcher Richtung ein Ton, ein Geräusch kommt. Es nimmt Lautstärken zwischen fast null Dezibel (z.B. dem Summen einer Mücke) und 120 Dezibel wahr (Start eines Flugzeuges). Wenn wir wollen, unterdrückt es sogar „unwichtige“ Geräusche. Aus dem Stimmengewirr bei einem Fest hören wir die Unterhaltung einer vertrauten Person heraus. Im vollen Orchesterklang nehmen wir das Solo der Klarinette wahr.

Neben der eigentlichen Hörwahrnehmung dient das Ohr auch zur Orientierung im Raum. Das Gehör gilt als wichtigstes Organ für die Verständigung von Mensch zu Mensch.

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Schallaufnahme
Wellenförmige Schwingungen in der Luft werden als Schall bezeichnet. Dieser wird mit der Ohrmuschel aufgefangen und durch den äußeren Gehörgang zum Trommelfell geleitet.

Schallübertragung
Das Trommelfell wird durch Schall in Schwingung versetzt. Diese Schwingung wird über einen 20-fach verstärkenden Hebelapparat (Gehörknöchelchenkette: Hammer, Amboss, Steigbügel) am ovalen Fenster zum Innenohr weiter gegeben.

Schallumwandlung
Das Innenohr wandelt mechanischen Schall in elektrische Signale um. Der mit Flüssigkeit gefüllte Schneckengang ist in zwei Gänge unterteilt. In der Schneckenspitze stehen beide in Verbindung miteinander. Zwischen den Gängen liegt eine mit Nervenzellen besetzte Membran,
in der Schalleindrücke nach Lautstärke und Frequenz analysiert werden.